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Kunterbunte kosmopolitische Komposition


Herrlich bunter Salat vom Keltenhof: Buntnessel, Ehrenpreis, Fetthenne, Gartenschaumkraut, Löwenzahn, Färberkamille, Pimpinelle, Bronzefenchel, Margerite, Schafgarbe, Ackersalat, Stiefmütterchen. Für das Dressing verwendete ich den Saft von 2 Orangen, Balsamicoessig, 2 Teelöffel Senf, 1 Teelöffel Honig, Salz und Pfeffer und 2 Esslöffel Olivenöl.  

Hallo ihr Lieben,

momentan lese ich mich für ein anstehendes Inklusions-Projekt der Baden-Württemberg-Stiftung in die Küchen der Welt ein. Schaue über den Tellerrand syrischer, afrikanischer und iranischer Gerichte, und spiele mit diesen neu entdeckten Gewürzen und Zutaten. Nun koche ich seit meinem fünften Lebensjahr aber noch nie hat es mir so viel Vergnügen bereitet mich kosmopolitisch durch das Kulturgut Essen zu stöbern. Die Küchen dieser Welt sind mir eine solche kulinarische Bereicherung und heute möchte ich euch gerne daran teilhaben lassen.

  • Limonata al Basilico (Zitronen-Basilikum Limo)
  • Bunten Wiesenkräuter-Salat mit Stiefmütterchen und Senf-Orangen-Dressing im Weckglas
  • Multi-Kulti-Fisch Stew (angelehnt an eine thailändische Tom Ka Gai, eine afrikanische Light Soup oder gar einem neuseeländisches Chowder - man weiß es nicht genau)
  • Beilage zum Stew: schwarzer Reis aus Italien und indischer Basmatireis - geröstet mit Pinienkernen (persisch angelehnt)  
  • arabische Mango-Creme mit Safranfäden und gerösteten afrikanischen Kochbananen-Chips
Den Tisch habe ich mit Bananenblättern und Longans (die kleine Schwester der Litschi mit schwarzem Kern in der Mitte) dekoriert. Longans gehören zu den Seifenbaumgewächsen und sind in Thailand, China und Indonesien zuhause. Sie stärken das Immunsystem, werden bei Magenschmerzen angewandt und sollen bei Schlafproblemen helfen).

 Diese Zutaten kamen zum Einsatz. Baby-Auberginen, Kokosmilch, Limetten, Kochbananen usw.
 Das sind die Zutaten für den bunten Salat im Weckglas.
 Und so sieht der schwarze Reis aus, den ich 40 min lang gekocht habe um ihn dann mit 10 min lang gekochtem Basmatireis zu vermengen und anzubraten.
Die Vorbereitung für den Mulit-Kulti-Stew für 8 Personen:
1 kg Seelachs-Filets 
6 Tomaten entkernt
3 Esslöffel Baby-Auberginen
Karotten-Julienne von 2 Karotten
2 Hände voll Bambussprossen
1/4 l Brühe
1/4 l Weißwein
1/2 l Kokoscreme
2 Zitronengras
2 Knoblauchzehen
1 Bund Petersilie
1 Bund Thai-Basilikum (zum Schluss drüber streuen) 
Gewürze: Thymian, Oregano, Salz und Pfeffer
2 Limetten (in Scheiben schneiden - zum Schluss darüber träufeln)
Die Gäste dürfen noch Thai-Basilikum, scharfe Chilis und frischen Limettensaft in ihren Eintopf geben. Einfach in Schüsselchen mit auf den Tisch stellen. 
Den Seelachs mit längs halbiertem Zitronengras und Knoblauch anbraten.
Baby-Auberginen, Tomaten ohne Fruchtfleisch, Knoblauch-Zehen und Karotten-Julienne und die Petersilie zugeben.
Herrlich erfrischend gibt es dazu eine Zitronen-Basilikum-Limo. Dafür 200 g Zucker mit einem halben Liter Wasser erhitzen, den Basilikum 20 min darin ziehen lassen. Den Saft von 2 Zitronen zugeben - mit eiskaltem Wasser auffüllen.
Limettensaft passt ebenfalls wunderbar über den Eintopf.
Den gebratenen Reis könnt ihr ebenfalls auf einem Bananenblatt anrichten. Der Reis wird nach dem Kochen in Butter angeröstet. Ich habe noch gebratene Pinienkerne darüber gestreut.

 
Mango-Joghurt-Creme mit Mangostücken, die in Safran eingelegt wurden. Hierfür 10% Joghurt mit Safran, Vanillezucker und Zucker vermengen und mit dem Fleisch einer Mango mixen. Safranfäden in etwas Zitronensaft enlegen. Eine weitere Mango gewürfelt zum Safransud geben und eine Std. ziehen lassen. Nun die Creme in eine Schüssel geben, die Fruchtstücke darauf geben und mit gerösteten Mandelblättchen verzieren. Kochbananen dünn schneiden und im Ofen rösten. Mit Honig bestreichen und je eine Scheibe gebackene Kochbanane dazu setzen. 
Der fertige Fisch-Stew mit Bambussprossen, Karotten-Julienne, Baby-Auberginen, Zitronengras, Thai-Basilikum, entkernten Tomaten , Petersilie, Oregano und Thymian. Mit etwas Brühe, Weißwein und Kokosnuss-Creme aufgegossen. Yammi!

Vorgestern war ich auf einem vollkommenen Konzert des Cellisten Mischa Maisky und der Pianistin Martha Argerich. Im Programmheft von SKS Russ entdeckte ich eine schöne Passage von Maisky, die ich euch gerne weitergeben möchte: Mischa Maisky wurde in Lettland geboren, studierte am Moskauer Tschaikowsky Konservatorium, konzertierte auf allen fünf Kontinenten dieser Erde und hat nach seiner Repatriierung nach Israel seinen Lebensmittelpunkt in Brüssel gefunden. Er selbst versteht sich als Weltbürger: "Ich spiele ein italienisches Cello, mit einem französischen Bogen, österreichischen und deutschen Saiten, meine sechs Kinder wurden in vier verschiedenen Ländern geboren, meine zweite Frau ist srilankisch-italienischer Abstammung, ich fahre ein japanisches Auto, trage eine Schweizer Uhr, eine indische Halskette - kurz gesagt, ich sehe mich als Kosmopolit."

Wenn da nicht mal mein Essen gut dazu passt. Mein Tipp für euch: ein Multi-Kulti-Menü der Landfrau mit feinster Musik von Mischa Maisky - da wäre der bunte Bogen gut gespannt.

An dieser Stelle einen Dank an meine Mutter, die mir schon von Kindesbeinen an die Augen und Ohren für die verschiedenen Kulturen dieser Welt geöffnet hat.

Bunte Grüße

Eure Birgit alias Die Landfrau

Kommentare

  1. hmmm - das nenn ich wirklich multikulturell im besten Sinn! Und lecker ist es auch noch... Super!
    RBJ

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