Hüttenzauber die zweite: Tannenspitzensirup

Wie bereits gestern angekündigt, will ich euch heute zeigen, wie ich den Tannenspitzensirup im Allgäu eingekocht habe. Ich entdeckte eine gute Möglichkeit um den Duft von Tannen zu konservieren. Praktisch ein Stück Wald in der Flasche zum mitnehmen. Dieser duftende Sirup passt wunderbar zu Süßspeisen jeder Art. Aber auch im Tee oder zu Pfannkuchen verströmt er seinen angenehm waldigen Geschmack.
Von mehreren Tannen, vor allem von Fichten, habe ich die zarten grünen Spitzen geerntet. 

Bitte beachtet unbedingt, dass ihr dem Baum damit schaden könnt. Nur die Spitzen der unteren Zweige sollten verwendet werden, bis Hüfthöhe. Und bitte nicht mehr als 50 g pro Baum. Des Weiteren sollte der Besitzer der Tanne zuvor um Erlaubnis gefragt werden. In der Schweiz gibt es wohl sogar ein Gesetz, das es verbietet Tannenspitzen zu ernten. Auch dies bitte ich zu beachten. 


Zutaten:

500 g Rohrzucker

300 g Tannenspitzen

1 Liter Wasser
2 Zitronen

Zubereitung:
  1. Die Tannenspitzen waschen.
  2. Ihr kocht Wasser und gebt den Rohrzucker hinzu bis er zergangen ist.
  3. Nun die Zitronen in das Zuckerwasser pressen und in die Mixtur die Tannenspitzen einlegen.
  4. Einen Tag stehen lassen. Nun abseihen, nochmals kurz aufkochen und dann in sterilisierte Flaschen füllen. 
Wirklich sehr lecker und kostbar.

Noch mehr Rezepte vom Berg gibt es hier.

Eure Landfrau

Kommentare:

  1. Salu Ilse,

    der Vorschlag ist auch gut.

    Bevor die Euphorie in Massensammeln bestehender Tannensproßen umschlägt, bitte ich die werten Leser um die Nachfrage beim Besitzer der Nadelbäume. Die Erlaubnis bedingt sorgenfreies Sammeln, anderfalls könnte es richtig Ärger geben. Hilfreich ist Vorgehensweise nur die Sproßen oder Jungtriebe unterhalb der Hüfthöhe zu pflücken, weil diese Äste entweder entfernt oder später vom Baum selbst abgetoßen werden. Mit 300 Gramm Jungtrieben kann der eifrige Sammler einen kleineren Baum schon heftig quälen. Selbst bei einem freistehenden Baum wie im Blog zu sehen sind nur die unteren Jungtriebe pflückbar. Vereinfacht erklärt, versucht der Baum seine Jungtriebe zu ersetzen und vergißt dabei zu wachsen, in Prinzip wie wenn man Kindern das Spielzeug wegnimmt. Hört Ihr die Schreie. Wer die vorgeschlagenen Regeln beachtet, darf sicherlich auch in den Folgejahren wiederkommen. Die andere Version, Tannenhonig ist im fb-Post werwähnt.

    Sonnige Grüße

    WN

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    1. Vielen Dank für die wissenswerte Information und Ergänzung.
      Gruß von der Landfrau

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  2. Bis jetzt hab ich die Spitzen immer nur mit Wodka aufgesetzt. Vielleicht sollte ich schnell noch mal losziehen, um den Sirup nachzumachen...das find ich klasse. Danke fürs Rezept

    LG Sandra

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